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Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) erklärte, dass der Markt mit legalen Musikdownloads im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel gewachsen sei.
„Für die Musikindustrie ist der digitale Vertrieb damit endgültig zu einem der wichtigsten Standbeine geworden. Während der Absatz klassischer Tonträger weitgehend stagniert, legen die Downloads zweistellig zu“, sagte BITKOM-Präsident Willi Berchtold.
Der Anteil der Männer bei den Käufern liegt derzeit bei 64 Prozent. Für einen Download bezahlen die Deutschen aktuell im Durchschnitt 1,79 Euro, vor einem Jahr waren es noch 1,89 Euro. Bei den Berechnungen wurde ein Album mit mehreren Songs als ein einzelner Download gezählt.
2004 zählte man knapp 8,5 Millionen Downloads und ein Umsatz von 14,6 Millionen Euro. Im Folgejahr kletterten die Werte auf 19,57 Millionen Downloads und 35,8 Millionen Euro Umsatz. Einen wesentlichen Grund für den Siegeszug der Online-Musik sieht man im anhaltenden Boom von Breitbandanschlüssen bei sinkenden Verbindungspreisen.
„Etwa 50 Prozent aller Nutzer haben bereits eine Flatrate“, sagte Berchtold. Bis zum Jahresende soll die Anzahl der Breitbandanschlüsse hierzulande auf etwa 14 Millionen ansteigen.
Einen zusätzlichen Schub bringen die neuen technischen Möglichkeiten, mit denen sich Urheberrechte verlässlich schützen lassen. Von der Politik erwartet Berchtold, dass diesem jungen Markt keine Hindernisse in den Weg gestellt werden. Mit Blick auf die im Bundestag anhängige Reform des Urheberrechts empfahl Berchtold deshalb eine zügige Verabschiedung des Gesetzentwurfes in seiner jetzt vorliegenden Form.
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