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Allein in Deutschland werden es dieses Jahr rund 7,7 Millionen Player sein, die über die Ladentheken gehen. Damit liegt die Bundesrepublik im westeuropäischen Vergleich auf Platz 2 hinter Großbritannien mit 10,5 Millionen verkauften MP3-Playern. Auf Platz 3 findet man Frankreich mit etwa 6,1 Millionen Geräten.
Den Umsatz in Westeuropa beziffert man mit 3,7 Milliarden Euro. Bei uns liegt er bei ca. 640 Millionen Euro.
Bestätigen sich diese Zahlen, so wurden in Westeuropa noch nie so viele MP3-Player verkauft, wie in diesem Jahr. Jedes fünfte Gerät wird hierbei in Deutschland gekauft und Handys mit integriertem MP3-Player sind in der Erhebung noch nicht enthalten.
Eine positive Entwicklung, von der übrigens auch die Plattenindustrie profitiert. Die kann sich im deutschen MP3-Downloadbereich über 11, 71 Millionen Downloads im ersten Halbjahr freuen, was einen Umsatz von 21,2 Millionen Euro ausmacht. Das bisher beste Ergebnis im noch sehr jungen Markt für legalen MP3-Handel im Internet. Hätte man den Trend nicht jahrelang verschlafen und ewig ausgesessen, könnten die Zahlen um ein vielfaches höher sein. Das scheinen auch die Zahlen einer neuen Studie von TNS Infratest zu belegen.
So besitzt in Deutschland statistisch gesehen jeder vierte Deutsche einen MP3-Player. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind es bereits über 75%. Über 18 Mio. Menschen haben in der Bundesrepublik bereits die Möglichkeit, Musik, Podcasts, Radiosendungen und andere Medieninhalte aus dem Internet auf einem MP3-Player zu speichern und wiederzugeben. Allerdings nutzen laut der Studie von TNS Infratest MediaResearch nur 56 Prozent der Besitzer eines solchen Gerätes auch dessen Möglichkeiten.
Gut 40 Prozent der Nutzer hören lediglich Musik. Die Mehrheit ist aber auch noch an anderen Inhalten interessiert: Hörspiele werden vor allem in der mittleren Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen stark nachgefragt, während sich die Jüngeren auch noch verstärkt für Comedy und witzige Beiträge interessiert. Aktuelle Nachrichten, Berichte und Reportagen sind derzeit noch nicht so populär.
Dennoch sollten sich Radiosender fragen, ob sich die zunehmende MP3-Nutzung negativ auf das Radio-Hörverhalten auswirkt. In der Tat belegt die Studie, dass Nutzer von MP3-Playern weniger Radio hören als Nicht-Nutzer.
So empfehle es sich für Radiosender, MP3-Angebote in ihrem Programm und auf ihrer Website unbedingt zu berücksichtigen, wie es Wolfgang Werres, Geschäftsführer von TNS Infratest MediaResearch, den Radiosendern bei der Präsentation der Studie auf den Medientagen München erklärte. Kurzfristige Gewinne seien dabei kaum zu erzielen, aber das Angebot könnte als Instrument der Hörerbindung von Nutzen sein, als auch zum Verkauf von eigenen Inhalten, so Werres.
Weitere Infos finden Sie hier:
BITKOM - Verkaufzahlen MP3-Player
TNS Infratest Nutzererhebung

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